Ortsansicht von Nierstein 1888. (Quelle: Seebrich)

Der Garten 

Der Garten des Mathildenhofs - der ebenso wie das Haus in seiner Geschichte vielfachen Veränderungen unterworfen war - wird durch die Stiftung Mathildenhof erforscht und im Sinne der Siesmayerschen Gartenkunst erhalten.

Dabei wird - wie Prof. Dr. Duthweiler, die den entsprechenden Pflanzplan anhand ihrer Forschungen erstellte, ausführt -  denkmalpflegerisches Neuland betreten:

"Die Wiederherstellung historischer Bepflanzungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschungen ist ein bundesweit ganz neuer Weg in der Gartendenkmalpflege. Während man bei der Instandsetzung baulicher Anlagen inzwischen viel Erfahrung hat, ist das Wissen um die historische Pflanzenverwendung im Allgemeinen noch erstaunlich gering. Anhand der Parkanlage Mathildenhof in Nierstein sollen gartendenkmalpflegerisches Wissen mit bepflanzungsgeschichtlichem Spezialwissen kombiniert und zu einer authentischen Gesamtatmosphäre geführt werden. Dabei ist nicht nur ein hoher Forschungsaufwand über die charakteristischen Bepflanzungen von Siesmayer-Anlagen zu erwarten, sondern auch ein erheblicher Aufwand bei der Beschaffung der Pflanzenarten und - sorten (teilweise nur noch in anderen Ländern erhältlich)."